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Apropos

Arbeiten bis zum Umfallen?

September 2017

Die bevorstehende Abstimmung über die Rentenreform ist in aller Munde. In wenigen Wochen befindet das Stimmvolk u.a. darüber, ob das Referenzalter für Frauen auf 65 angehoben und gleichzeitig die Leistungen der AHV für einen Teil der Bevölkerung um monatlich 70 Franken erhöht werden sollen. Klar ist: Auch wenn die Vorlage angenommen würde, müsste die Altersvorsorge bereits in wenigen Jahren erneut saniert werden. Doch wie würde eine nachhaltigere Lösung aussehen? Lösungsansätze, die noch heute aktuell sind, präsentierte Stiftungsratspräsident Gerhard Schwarz im Juni 2013 in einem Gespräch mit der Privatbank Notenstein.

Darin äussert sich Schwarz kritisch zu den Zukunftsaussichten der schweizerischen Altersvorsorge. Er weist darauf hin, dass man bei der Einführung der AHV im Jahre 1948 im Alter 65 durchschnittlich noch zwölf Jahre zu leben hatte, heute jedoch nach der Pensionierung durchschnittlich 19 Jahre vor sich hat. Dies führt zu einer grösseren Belastung der AHV und einer massiven Umverteilung in der zweiten Säule. Pro Neurentner werden inzwischen aus dem angesparten Kapital bis zu 50’000 Franken umverteilt.

Schwarz schlägt vor, die starre Dreiteilung des Lebens zu überdenken und eine Flexibilisierung anzustreben. Der Übergang von der Arbeit in den Ruhestand solle fliessend verlaufen, wie es bereits in anderen Ländern in Europa beispielhaft geschehe. Ferner seien die Pensionskassen vom starren Mindestumwandlungssatz zu befreien; sie sollten gemäss Schwarz dezentral ihren eigenen Umwandlungssatz bestimmen können.

Das komplette Gespräch mit Gerhard Schwarz finden Sie hier oder unter Resonanz.


Resonance

Arbeiten bis zum Umfallen?
Gerhard Schwarz, Ivan Adamovich, Notenstein La Roche Gespräch, Juni 2013
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